Zähne zu haben ist einerseits unglaublich praktisch, denn ohne sie könnte man schwer das Essen kauen und sich ernähren. Auf der anderen Seite ist es auch Verantwortung, Zähne zu haben. Das bedeutet, man kann sie nicht nur arbeiten lassen, sondern sie müssen auch geschützt werden. Und das regelmässig, weil sie nur dann ihren Besitzer ein Leben lang begleiten werden. Zähne sind gute Freunde, aber sie können auch zu Feinden werden, wenn man sie vernachlässigt. Ganz so, wie im echten Leben mit vernachlässigten Freunden.
Selbst, wenn man keine Beschwerden hat, sollte ein Zahnarztbesuch einmal jährlich Teil der Prophylaxe sein. Zähne können zwar ersetzt werden, aber kein Ersatz ist besser als das Original.
Warum ist es wichtig? Nun schöne Zähne sind nicht nur aus gesundheitlichem Gesichtspunkt wichtig, natürlich so am wichtigsten, aber sie haben auch einen gesellschaftlichen Wert. Verlieren Sie keine Zähne, verlieren Sie keine Zeit, machen Sie sich für die Förderung ihrer Zahngesundheit bereit und lesen Sie die Instruktionen im Artikel.
Werden die Zähne nicht gut gepflegt, kann es zu verschiedenen Erkrankungen und in der Folge sogar zu Zahnverlust kommen. Gute Zahnpflege, regelmässige Kontrolluntersuchungen und mindestens einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung könnten dafür sorgen, dass die Zahnärzte kaum Arbeit haben. In so einem Fall wäre nämlich die Karies und Parodontose, die häufigsten Ursachen für einen Zahnarztbesuch, kaum noch anzutreffen. Karies ist ein komplexer, chronischer Vorgang, in dem der Mineralstoffgehalt der Zähne abnimmt und ihre Hartgewebe endgültig beschädigt werden. Und Parodontose ist die frühe, milde Phase der Zahnfleischerkrankung. Eventuelle Zahn- oder Zahnfleischschäden (Parodontitis) können nur dann im Frühstadium erkannt werden, wenn man damit zum Zahnarzt geht. Gerade Parodontitis verläuft lange Zeit schmerzfrei und wird deshalb schwer entdeckt. Was alles kann eine Gefahr bedeuten:
Die Mund- und Zahngesundheit darf nicht vernachlässigt werden, denn sie spielt nicht nur aus physischem gesundheitlichem Aspekt, sondern auch in Hinsicht auf die Psyche eine wichtige Rolle. Für viele Menschen bedeuten schöne und gesunde Zähne auch einen gesellschaftlichen Wert. Selbstbewusstsein, Attraktivität entstehen automatisch bei strahlendem Lächeln. Der Verlust von Zähnen als äusserst schlimmste Folge von Unachtsamkeit sollte wohl vermieden werden. Denn nicht nur das Kauen und Essen können eingeschränkt sein, sondern auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität.
Die Mundhöhle ist in einer normalen Art und Weise voller Bakterien, die aus verschiedenen Gründen dort zu finden sind. Es ist aber nicht egal, ob sie „gute” oder „schlechte” Bakterien sind und die Entscheidung dieser schweren Frage liegt in der richtigen Zahnpflege. Wenn man zulässt, dass das bakterielle Gleichgewicht sich zugunsten der schlechten Bakterien verschiebt, folgen im Mundraum verschiedene Erkrankungen, wie Karies, Zahnfleischentzündung bis hin zur Parodontitis oder gar zum Zahnverlust.
Die Massnahmen, die man ergreift, um nun eben die Krankheiten und Probleme mit den Zähnen vorzubeugen und zu bekämpfen, heissen prophylaktische Massnahmen. Der andere Name dafür ist Dentalhygiene. Es gibt drei Arten von Vorsorge:
Es können in der Praxis zahlreiche Vorsorgebehandlungen vorkommen, am bekanntesten ist die PZR: Hierbei werden harte Beläge und Zahnstein entfernt. Das schützt vor Entzündungen von Zahnfleisch, sowie vor Karies. Als eine alternative Behandlung kann eine Solo-Prophylaxe ausgeführt werden. Neben der Inspektion des Mund- und Rachenraums bezüglich Gewebeveränderungen zählen die Fluoridierung und die Fissurenversiegelung dazu. Fissuren sind besonders tückisch, weil sie oft mit der Zahnbürste unerreichbar sind, diese kleinen Grübchen auf der Zahnoberfläche der Backenzähne verbergen aber die Bakterien. Das kann mit der Versiegelung, also dem Auffüllen mit flüssigem Kunststoff gestoppt werden.
Eine Zahnprophylaxe kann man nicht früh genug anfangen. Deshalb werden die jüngsten Patienten bereits ab dem 12. Monat untersucht. Und mit Sicherheit nicht zum letzten Mal, wenn bereits Schmerzen auftreten. Eine Vorsorge bedeutet eben Vor-Sorge, das heisst, noch bevor die Sorge kommt, sollte man wachsam sein. Die Milchzähne können durch Erosionsschäden oder sogar durch Störung der Mineralisation auch schon angegriffen werden und ohne Behandlung werden sie lebenslang Probleme bereiten. Zahnschmerzen sollte man weder als Kind noch als Erwachsene haben, daher ist die Vorsorge eine sehr wichtige Aufgabe vom Zahnarzt. Die zahnmedizinische Prophylaxe kann jedoch die entsprechende Zahnpflege-Routine zu Hause nicht ersetzen. Vielmehr wird die Zahnpflege-Routine zu Hause mit der zahnmedizinischen Prophylaxe ergänzt.
Wie oft? – etwa zwei-dreimal pro Jahr bis die Kinder 6 sind und danach einmal im Jahr.
Aufgaben der Untersuchung – es erfolgt eine Einschätzung des Kariesrisikos, eine Beratung zur richtigen Mundhygiene, genaue Inspektion der Mundhöhle, Motivation zur regelmässigen Vorsorge.
Das Ziel der Untersuchungen ist die Früherkennung und unter Umständen die Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung. Kleine Kinder haben ein hohes Kariesrisiko, deswegen überprüft der Zahnarzt, ob sich Zahnbeläge oder Zahnstein gebildet haben und ob das Zahnfleisch gesund ist. Die Tipps zur Ernährung und Zahnpflege, und eventuell Versiegelung der bleibenden Backenzähne vor den Weisheitszähnen können auch Teil der Untersuchung sein. Es ist sehr wichtig, die Zahnarztpraxis dem Kind durch schrittweise Einführung vorzustellen, da so die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer späteren Zahnarztangst kleiner ist.
Die Schwangerschaft ist ein Spezialfall bei der zahnärztlichen Vorsorge, deshalb behandeln wir sie in einem separaten Punkt. Wenn man schwanger ist, ist das Zahnfleisch stärker durchblutet, ist weicher und wird dadurch empfindlicher und anfälliger für bakterielle Entzündungen. Bei Übelkeit und Erbrechen kann darüber hinaus die Säure den Zahnschmelz angreifen. Man kennt als Frau die Heisshungerattacken, die unter Umständen das Karies-Risiko erhöhen können. Deshalb empfehlen Zahnärzte am Beginn der Schwangerschaft einen Kontrolltermin. In manchen Ländern ist es für Schwangeren gesetzlich vorgeschrieben, während der Schwangerschaft an regelmässigen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen teilzunehmen, damit die schädlichen Auswirkungen der obigen Faktoren auf die Zähne rechtzeitig behandelt werden können. Umfangreichere Behandlungen sollten jedoch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft nur ausgeführt werden, wenn sie als dringend notwendig erachtet werden, aber natürlich möglichst ohne das Erstellen von OPG-Aufnahmen. Als spezielle Prophylaxemassnahme dient die professionelle Zahnreinigung oder ein Plaquetest, der zeigt, an welchen Stellen Verbesserungen in der Mundhygiene eingeführt werden sollten.
Gesunde Zähne entstehen nicht von selbst. Es gibt aber zweifellos Faktoren, die eine Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Zahnerkrankungen haben. Ein solcher Faktor ist zum Beispiel die genetische Veranlagung. Manche haben gute Veranlagung und haben fast nie Probleme, andere tun ihr Bestes und trotzdem haben sie oft etwas mit den Zähnen zu kämpfen, wiederum andere tun nichts und wundern sich, warum sie schlechte Zähne haben. Der Gang zum Zahnarzt ist unerlässlich. Viele Menschen haben tatsächlich Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt. Dabei ist eine Untersuchung zur Vorsorge oder Prophylaxe wirklich harmlos. Sie ist aber umso wichtiger, um rechtzeitig gegen Karies, Zahnfleischentzündungen oder gar Entzündungen des Kiefers oder Zahnhalteapparates vorgehen zu können. Die Früherkennung ist überaus wichtig, um grössere Probleme und auch höhere Kosten zu vermeiden.
Eine jährliche Untersuchung kann wie folgt aussehen:
Wenn notwendig, werden im Rahmen einer Kontrolluntersuchung folgende Behandlungen durchgeführt: harte Zahnbeläge und Zahnstein werden entfernt, Karies wird behandelt, Zahnfüllungen werden eingesetzt und ein Termin für eine professionelle Zahnreinigung wird vereinbart, wenn diese nicht bereits in der gleichen Sitzung durchgeführt wird.
Das Ziel der PZR ist eine Intensivreinigung der Zähne, die Entfernung krankmachender und kosmetisch unschöner Beläge. Das dient zur Verminderung des Parodontitis- und Kariesrisikos. Mit verschiedenen Instrumenten (Schallinstrumenten, Pulverstrahltechnik und Handinstrumenten) werden von den Zahn- und Wurzeloberflächen möglichst alle Beläge entfernt. Auch die Zahnzwischenräume und Wurzeloberflächen werden gereinigt. Die aufgetragene Politur erschwert das Anhaften neuer Bakterien und ein Fluoridierungslack schützt vor Karies. Mehrere Studien haben gezeigt, dass bereits eine professionelle Zahnreinigung pro Jahr zu sehr viel besser gepflegten Zähnen und weniger Zahnfleischentzündungen führt. Zahnärzte sind der Meinung, dass gesunde Ernährung und die gründliche häusliche Mundhygiene zwar sehr wichtig und unerlässlich sind für die Aufbewahrung des guten Zustandes der Zähne, aber ganz ohne PZR können Karies und Parodontitis nicht wirklich erfolgreich bekämpft werden. Der Zahn kann nach der Zahnsteinentfernung noch sogar 4-6 Wochen lang empfindlich sein. Aber das ist kein Grund zur Sorge, da es ein Teil des natürlichen Heilungsprozesses nach der Behandlung ist.
Die Zahnmedizin und eine Zahnarztpraxis haben sich früher als ein Reparaturbetrieb verstanden und waren nicht unbedingt dafür gedacht, Krankheiten vorzubeugen oder frühzeitig zu erkennen. Die Zahnerhaltung war überhaupt nicht erste Priorität. Das hat sich im Laufe der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts geändert. Die Bevölkerung legt nunmal mehr Wert auf die Zahngesundheit, auf die Zahnerhaltung und auf das Aufpassen im Fall von Karies. Das bedeutet, dass sich viele Mundkrankheiten gut verhindern und vorbeugen lassen. Eine Sache ist der Zahnarztbesuch und eine andere der regelmässige Einsatz. Nach der Erkennung eines Problems sind auch mehr Besuche beim Zahnarzt notwendig und eine noch intensivere Vorgehensweise bei der Zahnpflege. Parodontitis als Volkskrankheit betrifft einen sehr grossen Teil der Bevölkerung. Hier kommen dann alle Teile der Behandlung, von eigener Mundhygiene bis hin zu professioneller Zahnreinigung zur Sprache. Damit der Zahn erhalten bleibt und es nicht zum Zahnverlust kommen kann. Der vom Zahnarzt aufgestellte Therapieplan sollte auch eingehalten werden und wenn Verdacht auf irgendwelche Mundkrankheiten besteht, so schnell wie möglich der Zahnarzt besucht werden. Die Angebote der Zahnärzte sind vielschichtig, entscheidend ist aber wie gesagt auch die sehr gute und gründliche Mundhygiene zuhause.
Wir haben über die professionellen zahnmedizinischen Methoden zur Vermeidung der Zahnerkrankungen bereits oft geschrieben. Jetzt ist es Zeit, Ihnen ein paar Empfehlungen zur häuslichen Mundhygiene mitzuteilen. Empfohlen wird eine sehr gründliche und systematische Zahnpflege zweimal täglich. Wenn Sie zwischen den Zeiten die Zähne putzen, ist auch nicht verkehrt, aber zumindest Zwischenraumreinigung nach dem Essen ist sehr erfolgsversprechend. Sie werden sich wundern, was alles aus den Zahnzwischenräumen herauskommt. Nach einer Putzzeit von etwa zwei Minuten werden die Zähne deutlich sauberer als nach einer Minute. Zahnseide und Interdental- oder Zahnzwischenraumbürsten sind wunderbare Erfindungen moderner Zahnmedizin. Zahnpasta mit Fluorid, mittelstarke bis weiche Zahnbürste und die richtige Technik sind die weiteren Schritte zum Erfolg. Vorsicht: zu viel Fluorid ist auch keine gute Idee, denn das schadet eher sowohl Zähnen als auch dem restlichen Körper.
Eine Vorsorgeuntersuchung gibt dem Zahnarzt ein Allgemeinbild über den Zustand ihrer Zähne, dient als eine Vorbeugungs- und Früherkennungsmassnahme. In dieser werden die notwendigen Behandlungen erfasst und ein Therapieplan erstellt.
Normalerweise reicht es, einmal im Jahr zu einer Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt zu erscheinen, aber bei Problemen sollte man nicht mit dem Zahnarzt warten.
Sie müssen nicht, aber Sie sollten. Das ist aus dem Grund empfehlenswert, sich einmal im Jahr eine PZR zu erlauben, weil es sehr deutlich zur Verminderung der Chance auf Parodontitis und Karies beiträgt.
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