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Veneers = Hollywood-Lächeln?

Ich habe gelesen, dass man mit Zahnveneers jedem ein wunderschönes Lächeln zaubern kann. Stimmt das? Woraus bestehen sie und wie viel kosten sie?


Liebe Ulrike

Zunächst klären wir, für wen Veneers überhaupt geeignet sind. Veneers dienen in erster Linie ästhetischen Zwecken. Wenn Sie sich also ein schönes Lächeln wünschen oder abgebrochene, schiefe bzw. verfärbte Zähne kaschieren möchten, können sie eine gute Lösung sein. Wenn Sie jedoch mit den Zähnen knirschen oder Kontaktsportarten ausüben, helfen sie nicht weiter. Es ist daher nicht empfehlenswert, Veneers anfertigen zu lassen, wenn man dazu neigt, die Zähne zusammenzupressen oder harte Kerne bzw. Eis zu kauen – diese mechanischen Belastungen können Abplatzungen verursachen. Wichtig ist in jedem Fall, sich an einen guten Fachmann zu wenden, dem man vertrauen kann. Der Zahnarzt entscheidet, ob im jeweiligen Fall ein Keramik-Veneer oder eine Krone die bessere Lösung ist.

Unbestreitbar ist, dass Veneers beim Einsetzen wesentlich weniger Vorbereitung erfordern und damit sowohl für Arzt als auch für Patienten eine einfachere Lösung darstellen. Auch direkte Veneers haben viele Vorteile, doch in einigen Eigenschaften übertreffen Keramikveneers die Kompositvarianten deutlich. Einer der grössten Vorzüge von Keramikveneers ist ihre Langlebigkeit. Gut gepflegte Porzellanveneers können bis zu 15 Jahre halten, während direkte Veneers eine deutlich kürzere Lebensdauer haben. Ein weiterer Vorteil der Keramik gegenüber direkten Veneers ist ihre Transluzenz: Porzellan ähnelt durch seine leichte Durchsichtigkeit viel stärker dem natürlichen Zahnschmelz.

Mit Keramikveneers können Sie im Voraus die gewünschte Zahnfarbe auswählen, um ein weisseres, strahlenderes Lächeln zu erzielen. Dank ihres Materials sind sie wesentlich widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse wie säurehaltige Lebensmittel oder mechanische Schäden. Kompositmaterialien neigen dagegen eher zu Verfärbungen durch bestimmte Lebensmittel (Kaffee, Tee, Rotwein etc.). Porzellanveneers sind eine dezente, unsichtbare Lösung. Sie können auch zu Korrekturzwecken eingesetzt werden. Das Einsetzen der Veneers ist schmerzfrei, da die Zähne nicht abgeschliffen werden müssen. 

Die Nachteile von Veneers hängen von ihrer Art ab. Einer der grössten ist jedoch der relativ hohe Preis. Bei klassischen Veneers muss zudem ein Teil der Zahnsubstanz abgeschliffen werden, damit sie richtig passen. Andernfalls könnten die Zähne mit Veneers unnatürlich dick wirken. Es kann vorkommen, dass die Zähne vorübergehend schmerzempfindlich auf Kälte, Wärme oder süss-saure Speisen reagieren. Je nach Art der Veneers können die Kosten recht hoch sein, und da es sich um kosmetische bzw. ästhetische Eingriffe handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht.

Es gibt verschiedene Arten von Veneers, die sich vor allem hinsichtlich Dichte, Herstellungszeit sowie des erforderlichen Abtrags der Zahnsubstanz unterscheiden. Hergestellt werden sie aus Porzellan (Keramik), Zirkon-Keramik oder Komposit. Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, sind jedoch stets eine durchdachte Planung und eine äusserst präzise Umsetzung erforderlich. Trotz ihrer aussergewöhnlichen Dünnheit sind Keramikveneers sehr robust – allerdings nur in den Händen eines erfahrenen Spezialisten. Leider hört man oft das Vorurteil, dass Keramikveneers leicht abfallen oder zerbrechen. Das geschieht in der Regel nur dann, wenn das Gebiss von Anfang an nicht für Veneers geeignet war. In manchen Fällen stellen Zirkon-Kronen tatsächlich die bessere Lösung dar! Doch dieses Verfahren funktioniert nur dann zuverlässig, wenn der Behandlungsplan auf langjähriger Erfahrung und soliden Fachprinzipien basiert und konsequent umgesetzt wird.

Klassische Veneers können aus verschiedenen Materialien bestehen:

  • Keramikveneers sind etwa 1–1,5 mm dick. Sie sind hauchdünne Plättchen, die die Vorderseite der Frontzähne bedecken, hergestellt aus hochfester Presskeramik. Sie dienen in erster Linie ästhetischen Zwecken. Sie sind ideal zur Korrektur von Zahnlücken, Schmelzdefekten, Diastemata und Verfärbungen. Ihr grösster Vorteil ist, dass sich die ursprüngliche Ästhetik und Biomechanik der Zähne vollständig wiederherstellen lässt, ohne dass relevante Zahnsubstanz verloren geht. Sie erfordern nur minimalen Abtrag und sind dennoch äusserst schön und langlebig.
  • Keramikveneers werden im zahntechnischen Labor angefertigt, daher können sie nicht in einer Sitzung hergestellt werden. Beim ersten Termin bereitet der Zahnarzt die Zähne vor und nimmt einen Abdruck, der ins Labor geschickt wird. Beim nächsten Termin werden die fertigen Veneers auf die Zähne geklebt. Dafür muss eine kleine Schicht der Zahnoberfläche abgetragen werden, damit die Veneers perfekt passen. Da die Herstellung im Labor Zeit erfordert, kann es notwendig sein, vorübergehend ein Provisorium zu tragen.
  • E-Max-Presskeramik- oder Porzellanveneers gehören ebenfalls zu den klassischen Veneers. Es handelt sich um individuell gefertigte dünne Schalen, die der Zahnarzt auf die Zähne klebt. Sie bedecken meist die Vorderseite der Zähne, besonders im Frontzahnbereich. 
    Nach der Herstellungsmethode unterscheidet man direkte und indirekte Veneers. Grössenmässig lassen sich Porzellanveneers wie folgt einteilen:
  • Teilveneers: Hierbei wird nur ein Teil der Zahnvorderfläche bedeckt, z. B. um eine lokale Verfärbung auszugleichen. Beim Beschleifen wird nur der betroffene Bereich vorbereitet, sodass möglichst wenig Zahnsubstanz verloren geht. 
  • Vollveneers: Sie bedecken die gesamte Vorderfläche des Zahnes. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie sogar ohne Beschleifen eingesetzt werden, z. B. wenn der Zahn etwas zurücksteht und somit genügend Platz bietet.

Die Zahnmedizin bietet also glücklicherweise gute Lösungen, um beschädigte oder abgebrochene Zähne wieder schön erscheinen zu lassen. Eine davon sind die sogenannten Veneers, die auf verfärbte, abgenutzte oder abgesplitterte Zähne aufgebracht werden und exakt wie natürliche Zähne aussehen. Dieses Verfahren wird nicht nur bei beschädigten Zähnen angewandt, sondern auch bei starken Verfärbungen, ungünstigen Zahnformen oder übergrossen Zähnen. Und nicht zu vergessen: Auch das „Hollywood-Lächeln“ der Filmstars entsteht auf diese Weise…

Zahnexperten Ungarn

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