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Warum sollten Amalgamfüllungen ersetzt werden?

Ich habe im Internet gelesen, dass Amalgamfüllungen giftig sein sollen. Das hat mich beunruhigt, da ich mehrere davon im Mund habe. Müssen sie wirklich ersetzt werden?


Sehr geehrter Herr Renner,
Im Internet kursieren viele Gerüchte darüber, dass Amalgamfüllungen unserem Körper schaden können – ja, dass sie sogar giftig sein sollen. Panik ist jedoch nicht angebracht. Lesen Sie bitte die folgenden Informationen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können.

Die Zusammensetzung von Amalgamfüllungen

Damit wir genau wissen, womit wir es zu tun haben, schauen wir uns an, was Amalgam eigentlich ist und woraus es besteht.
Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber und einem anderen Metall. Das in der Zahnmedizin verwendete Amalgam besteht hauptsächlich aus Quecksilber und Zinn, enthält aber auch Kupfer und Zink.

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Kurze Geschichte der Amalgamfüllung

Die kurze Geschichte der Amalgamfüllung reicht bis ins alte China zurück. Bereits damals wurden Füllungen dieser Art hergestellt, doch in Europa tauchte Amalgamfüllung erstmals in den 1830er Jahren in Frankreich auf.

Ihre Akzeptanz war auch damals umstritten, erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Amalgam allgemein als Füllmaterial unter Zahnärzten anerkannt. Heutzutage mischt sich auch die Medienlandschaft aktiv in die Debatten um die gesundheitlichen Risiken von Amalgamfüllungen ein, weshalb es wichtig ist, dass die Menschen gut informiert sind und ihre Meinung auf Fakten statt auf Gerüchten basieren.

Wie sieht es mit dem Quecksilbergehalt der Amalgamfüllung aus?

Wie oben bereits erwähnt, ist Quecksilber ein Hauptbestandteil der Amalgamfüllung. Gerade wegen seines Quecksilbergehalts wird Amalgam bis heute unterschiedlich beurteilt, da bekannt ist, dass Quecksilber in grossen Mengen sogar tödlich giftig sein kann.

Wir müssen jedoch verstehen, dass Quecksilber überall in unserer Umwelt vorkommt: im Wasser, in der Luft und sogar in unserer Nahrung. Die chemische Industrie und das Verbrennen von Brennstoffen tragen beispielsweise stark zur Erhöhung des Quecksilbergehalts in der Luft bei. In Meeresfischen an der Spitze der Nahrungskette kann die Quecksilberkonzentration sogar 1000 mg/kg erreichen, und diese werden regelmässig verzehrt. Auch viele Medikamente und Farben enthalten Quecksilber.

Die Menge an Quecksilber, die aus bereits ausgehärteten Amalgamfüllungen freigesetzt wird, ist so gering, dass sie lange Zeit nicht messbar war. Bei den derzeit verwendeten Quecksilberlegierungen ist die freigesetzte Quecksilbermenge sehr niedrig und liegt deutlich unter den gesundheitlichen Grenzwerten. Es wurde nachgewiesen, dass die Oberfläche von mehr als 450 Amalgamfüllungen im Mund vorhanden sein müsste, damit der Patient irgendwelche Symptome zeigt.

Während der Herstellung und Entfernung von Amalgamfüllungen wird jedoch mehr Quecksilber freigesetzt als im ausgehärteten Zustand. Da Zahnärzte und zahnmedizinische Assistenten häufiger mit Amalgam im nicht ausgehärteten Zustand in Kontakt kommen, sind sie stärker den schädlichen Auswirkungen ausgesetzt.

Welche gesundheitlichen Risiken hat eine Amalgamfüllung nun eigentlich?

Die gesundheitlichen Risiken einer bereits vorhandenen, ausgehärteten Amalgamfüllung sind nicht bekannt. Eine grössere Menge Quecksilber wird beim Einsetzen bzw. Entfernen der Füllung freigesetzt – allerdings liegt auch diese Menge für Patienten unter dem gesundheitlich bedenklichen Grenzwert.

Ein echtes Problem kann die Amalgamfüllung für diejenigen darstellen, die unter einer Quecksilberallergie leiden – aber selbst dann muss man keinen lebensbedrohlichen Zustand befürchten. Eine einfache Hauttestung kann die Allergie nachweisen.

Wann ist ein Austausch der Amalgamfüllung sinnvoll?

Ein Austausch der Amalgamfüllung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Füllung beschädigt ist oder der Randabschluss nicht mehr korrekt ist. Natürlich lassen sich viele Menschen ihre Amalgamfüllungen auch aus ästhetischen Gründen austauschen, denn sie sind grau und im Mund deutlich sichtbar.

Wir müssen jedoch wissen, dass bei jeder Entfernung einer Füllung zwangsläufig auch etwas von der Zahnsubstanz verloren geht. Deshalb ist es nicht sicher, ob es sich wirklich lohnt, eine seit Jahrzehnten funktionierende, intakte Füllung im Seitenzahnbereich nur aus optischen Gründen durch eine weisse Füllung zu ersetzen – diese Entscheidung treffen wir natürlich immer gemeinsam mit dem Patienten.

Was ist die beste Alternative zur Amalgamfüllung?

Laut aktueller Regelung dürfen Amalgamfüllungen nicht mehr neu angefertigt werden.

Wenn also keine Amalgamfüllung – was ist dann die beste Lösung?

Anstelle von Amalgam verwenden wir heute weisse, ästhetische, lichthärtende Füllmaterialien. Beim Legen einer solchen Füllung muss weniger Zahnsubstanz entfernt werden als bei einer Amalgamfüllung. Diese Materialien haben hervorragende ästhetische Eigenschaften, ihre Farbe passt sich dem natürlichen Zahnton an und sie haben keine schädlichen Wirkungen.
Ausgedehntere Kariesdefekte können – neben Füllungen – auch mit Inlays versorgt werden.

Fazit

Wir sehen also, dass die Amalgamfüllung kein Teufelszeug ist – ihre Anfertigung und Entfernung sollte jedoch mit Sorgfalt durchgeführt werden.
Gesundheitsschädliche Wirkungen einer intakten Amalgamfüllung sind nicht bekannt. Eine gut angefertigte Amalgamfüllung kann 15–20 Jahre lang gute Dienste leisten – was man von weissen Füllungen nicht immer sagen kann, denn deren Haltbarkeit liegt meist bei 5–10 Jahren. Natürlich sollte eine Füllung ersetzt werden, wenn sie beschädigt ist oder den ästhetischen Ansprüchen nicht mehr genügt.

Zahnexperten Ungarn

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