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Was bedeutet es, wenn sich die Kieferhöhle öffnet?

Morgen wird mir mein rechter oberer Sechser gezogen, und der Arzt hat gesagt, dass die Wurzel ziemlich lang ist und sich möglicherweise die Kieferhöhle öffnen kann. Falls das passiert: Womit muss ich rechnen, und wie wird das behandelt?


Lieber Andreas

Die Öffnung der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist eine oralchirurgische Komplikation, die tatsächlich am häufigsten bei der Entfernung von oberen hinteren Zähnen (Backenzähnen und kleinen Backenzähnen) auftritt. Da die Wurzeln dieser Zähne sehr nahe am Boden der Kieferhöhle liegen, kann beim Entfernen des Zahns eine Verbindung zwischen der Mundhöhle und der Kieferhöhle entstehen.

Wichtig zu erwähnen ist, dass eine Öffnung der Kieferhöhle behandelbar ist. Obwohl sie unangenehm sein kann, heilt sie bei entsprechender oralchirurgischer Versorgung in der Regel ohne Komplikationen. 

Welche Symptome können auftreten?

Wenn sich die Kieferhöhle öffnet, kann der Patient Folgendes bemerken:

  • Luftstrom: Luft gelangt durch die Nase in die Mundhöhle (z. B. beim Schnäuzen).
  • Flüssigkeit gelangt in die Nase: Beim Trinken kann Flüssigkeit durch die Nase austreten.
  • Ungewöhnliche Geräusche: Ein „zischendes“ Geräusch an der Stelle der Zahnextraktion, weil Luft durch die Öffnung strömt.
  • Blutung aus der Nase: Blut von der Extraktionsstelle kann in die Nasenhöhle gelangen. 

Was sollten Sie tun, wenn es passiert?

  1. Informieren Sie sofort Ihren Zahnarzt: Wenn der Zahnarzt die Öffnung feststellt, wird er sofort die notwendigen Schritte einleiten (z. B. die Alveole vernähen).
  2. Striktes Schnäuzverbot: Schnäuzen Sie Ihre Nase nicht, da der entstehende Druck die Schliessung der Öffnung verhindern kann.
  3. Niesen mit offenem Mund: Halten Sie beim Niesen den Mund offen, damit der Druck nicht in Richtung Kieferhöhle wirkt.
  4. Keinen Strohhalm benutzen: Nicht saugen und nicht rauchen.
  5. Keine körperliche Anstrengung: Vermeiden Sie schweres Heben und intensive körperliche Aktivität. 

Wie wird das behandelt?

Das Problem kann auch dadurch entstehen, dass ein Teil der Zahnwurzel im Zahnfleisch zurückbleibt und sich in die Kieferhöhle verschiebt oder bereits ursprünglich in die Kieferhöhle hineinragt. Deshalb ist in jedem Fall eine DVT-Untersuchung notwendig, um ein vollständiges Bild der Kieferhöhle zu erhalten.

Der Verschluss der Kieferhöhle erfolgt unter lokaler Betäubung, sodass der Patient den Eingriff völlig schmerzfrei erlebt. Zunächst wird ein Schnitt im Zahnfleisch des Gaumens gesetzt. Daraus wird ein Schleimhautlappen gebildet, mit dem die Öffnung abgedeckt und an der äusseren Schleimhaut im Bereich der entfernten Zahnposition fixiert wird.

Worauf sollte man nach dem Eingriff achten?

Bis zum Entfernen der Nähte sind die folgenden Aktivitäten – mindestens eine Woche lang – strikt zu vermeiden:

  • Nase schnäuzen ist verboten!
  • Schwere körperliche Arbeit ist verboten!
  • Nicht an der Wunde saugen!
  • Niesen möglichst vermeiden. Wenn es nicht zu vermeiden ist, laut und mit offenem Mund niesen.
  • Schwimmen, Saunabesuche und anstrengender Sport sind verboten!

Wenn eine geöffnete Kieferhöhle unbehandelt bleibt, können auch schwerwiegende Probleme auftreten: Es kann sich eine eitrige Kieferhöhlenentzündung entwickeln, die den gesamten Organismus beeinträchtigen kann. Deshalb sollte das Problem keinesfalls vernachlässigt werden. Wenn der Verschluss der Kieferhöhle rechtzeitig erfolgt, ist eine vollständige Heilung zu erwarten. Dazu ist selbstverständlich auch die Mitarbeit des Patienten erforderlich: Für eine gute Wundheilung ist es wichtig, die Anweisungen des Oralchirurgen genau einzuhalten.

Anatomische Besonderheiten, die die Wahrscheinlichkeit einer Öffnung der Kieferhöhle beeinflussen

Die Wahrscheinlichkeit einer Öffnung der Kieferhöhle hängt stark von den anatomischen Besonderheiten des Patienten ab. In manchen Fällen kann die Wand der Kieferhöhle dünner oder empfindlicher sein und in direkter Beziehung zu den Zahnwurzeln stehen. In solchen Situationen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich die Kieferhöhle während einer Zahnextraktion öffnet. Darüber hinaus können sich Lage und Struktur der Kieferhöhle auch mit dem Alter und dem Zustand der Zähne verändern, was das Risiko des Eingriffs erhöhen kann.

Risikofaktoren

Zu den Faktoren, die das Risiko einer Öffnung der Kieferhöhle erhöhen können, gehören:

  • Anatomische Faktoren: Die Nähe der Kieferhöhle zu den oberen Backenzähnen sowie die Dünnheit und Elastizität der Kieferhöhlenwand.
  • Entzündungen und Infektionen: Entzündliche Prozesse im Zahnfleisch oder um die Zahnwurzel können das umliegende Knochengewebe schwächen und dadurch das Risiko einer Öffnung erhöhen.
  • Knochendichte und Alter: Bei älteren Patienten kann durch Knochenverlust und eine verminderte Knochenqualität auch die Widerstandsfähigkeit der Kieferhöhlenwand abnehmen.
  • Frühere zahnärztliche Eingriffe: Frühere zahnärztliche oder oralchirurgische Behandlungen, beispielsweise Wurzelbehandlungen oder Implantationen, können das Risiko erhöhen.

Zahnexperten Ungarn

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