Was hilft beim Zähneknirschen?

Ich habe schon länger das Problem dass ich meine Zähnekniersche. In der Nacht wach ich auch manchmal auf und es ist sehr unangenehm. Kann das die Zähnebeschädigen und kann es auch für weitere Probleme sorgen auch für den Kiefer? Mann sieht das auch langsam an meinen Vorderzähnen. Haben Sie vielleicht da irgendwelche Hilfsmittel oder eine besondere Schiene die helfen kann? Mit was hängt das zusammen, bin ich etwa in der Nacht nervöser bei schlafen? Ich verstehe das nicht mehr. Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Manfred R. 


Stressmacht den Zähnen Druck. Yoga, Autogenes Training und andere Entspannungstechniken können das Zähneknirschen verbessern oder sogar verhindern. Wenn der Kieferbereits knackt, pressen Sie die Zähne schon etwas länger zusammen. Sorgen Sie für regelmäßige Entspannung und vereinbaren Sie einen Termin bei IhremZahnarzt. Dieser kann Ihnen zumBeispiel mit einer Aufbiss- Schienehelfen, Zähne und Kiefer zu schonen. Da im Unbewussten, vor allem im Schlaf, natürliche Schutzreflexe gegen ein zu starkes Kauen deaktiviert sind, knirschen die Zähne mit einem Vielfachen des normalen Kaudrucks aufeinander. Das hat Folgen: Mit der Zeit wird immer mehr Zahnsubstanz abgeschliffen. Der Zahnschmelz, die harte, äußere Hülle des Zahns, kann rissig werden - Teile des Zahnschmelzes platzen dann ab. Zähne können sogar komplett durchbrechen, was zum Zahnverlust führt. 

Eine weitere Folge des Zähneknirschens kann zurückgehendes Zahnfleisch, verbunden mit der Freilegung empfindlicher Zahnhälse sein – häufig bilden sich keilförmige Defekte an den Zähnen. Gefährdet sind auch Füllungen, Inlays und Zahnersatz, die durch das Knirschen beschädigt werden können. Die starke Muskelaktivität beim Knirschen kann zu muskulären Verspannungen, Migräne, Kopf- und Gesichtsschmerzen  führen. Lange Zeit wurden Störungen des Zusammenbisses als ursächlich für das Knirschen angesehen. Der Mensch spürt bereits ein dünnes Haarz wischen den Zahnreihen und reagiert auf diese winzige Abweichung des Zusammenbisses mit Kaubewegungen, um die ursprüngliche Lage der Kiefer wiederherzustellen. In Zahnlücken kippende Zähne, neue Füllungen oder Zahnersatz können ebenso die Kaumuskulaktivität anregen und damit – so die Annahme – Zähneknirschen auslösen. Ein solcher Zusammenhang konnte aber bis lang wissenschaftlich nicht belegt, allerdings auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Da psychische Faktoren beim Zähneknirschen oft eine große Rolle spielen, ist es hilfreich, sich bewusst zumachen, welche Gewohnheiten und Situation enimal täglichen Leben möglicherweise unbewusst Stress, Ängste, Überforderungen bewirken. Hier können Sie mit einer „psychisch gesünderen“ Lebensweise einiges zum Abstellen des Zähneknirschens beitragen. In komplizierteren Fällen psychischer Problemlagen sollten Sie auch eine Psychotherapie in Erwägung ziehen.

Zähneknirschen belastet die Kaumuskulatur, was zu einer Zunahme der Muskelmasse, Verspannungen und Bildung schmerzhafter Muskelknötchen führen kann. Deshalb sind prinzipiell alle Maßnahmen hilfreich, die die Muskulatur entspannen. Das kann durch Entspannungsübungen in Selbstbehandlung, Physiotherapie, Akupunktur oder auch durch Medikamente wie Botox geschehen. Diese Maßnahmen können das Knirschen zwar abmildern, bekämpfen aber nicht tieferliegende Ursachen wie psychische Belastungen. Im Internet finden sich vieleProdukte, deren Hersteller eine schnelle Linderung der Beschwerden versprechen. Ob neuartige Schienen, spezielle Schlafkissen oder homöopathische Globuli – das Angebot ist vielfältig. Oft sollen neben dem Zähneknirschen auch gleich die Gesichts- und/oder Kopfschmerzen verschwinden. Das eine oder andere Produkt mag einen Versuch wertsein. Allzu vollmundigen Werbeaussagen sollten Sie jedoch mit kritischer Distanz begegnen. Wundermittel gegen das Zähneknirschen sind bis heute nicht bekannt geworden.

Zahnexperten Ungarn

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