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Was tun bei Penicillinempfindlichkeit?

Ich mache mir Sorgen, dass ich wegen meiner Penicillinempfindlichkeit kein Antibiotikum bekommen kann. Gibt es dafür eine Lösung?


Liebe Heike

Da Penicillin eines der am häufigsten verwendeten Antibiotika der modernen Medizin ist, wird es von Ärzten tatsächlich häufig als erstes, breit wirksames Antibiotikum gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Bei manchen Menschen kommt es jedoch zu allergischen Reaktionen auf Penicillin, da ihr Immunsystem den Wirkstoff fälschlicherweise als Infektion bzw. als Eindringling erkennt. Dies wird als Penicillinallergie bezeichnet.

Aber keine Sorge: Es stehen zahlreiche Antibiotika zur Verfügung, deren Wirkstoffe kein Penicillin enthalten. Diese können auch bei Penicillinempfindlichkeit sicher verschrieben und eingenommen werden. Wenn Sie unsicher sind, setzen Sie das Medikament auf keinen Fall eigenständig ab, sondern wenden Sie sich sofort an Ihren behandelnden Arzt.

Es lohnt sich jedoch, etwas mehr über dieses Thema zu wissen.

Die Penicillinempfindlichkeit (Allergie) ist eine übermässige Reaktion des Immunsystems. Sie verursacht am häufigsten Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht oder Schwellungen, seltener Atemnot oder eine anaphylaktische Reaktion. Die Symptome können sofort auftreten oder erst Stunden bzw. Tage später. Patienten sollten sich ihrer Penicillinallergie bewusst sein und ihren Arzt informieren, wenn Medikamente gegen Infektionen verschrieben werden. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass etwa 95 % der Patienten fälschlicherweise glauben, gegen Penicillin allergisch zu sein – daher wird eine entsprechende Abklärung empfohlen. 

Wichtigste Symptome und Merkmale einer Penicillinallergie

  • Hautsymptome: Sofort oder verzögert auftretender juckender Ausschlag, Hautrötung oder Nesselsucht.
  • Schwere Reaktionen: Atembeschwerden, pfeifende Atmung, Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder im Rachen sowie anaphylaktischer Schock.
  • Weitere Symptome: Fieber, tränende Augen, laufende Nase, seltener Magen-Darm-Beschwerden.
  • Zeitlicher Verlauf: Die Symptome können innerhalb von 24 Stunden nach der Einnahme, aber auch erst mehrere Tage später auftreten.
  • Diagnose: Da viele Symptome (z. B. Hautausschlag) auch durch Virusinfektionen verursacht werden können, ist eine echte Allergie seltener, als viele Betroffene annehmen. 

Massnahmen und Risiken

  • Bei sofort auftretenden Symptomen sollte das Medikament abgesetzt und umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
  • Eine fälschlich diagnostizierte Allergie führt häufig dazu, dass unnötig andere – oft weniger wirksame oder teurere – Antibiotika eingesetzt werden.

Eine allergologische Abklärung (z. B. Hauttest oder Provokationstest) wird empfohlen, da eine Allergie mit der Zeit auch wieder verschwinden kann.

Zahnexperten Ungarn

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