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Eine Fallstudie von Zahnexperten Ungarn bezüglich des kompletten Ablaufs eines All-on-4 Zahnersatzes im Oberkiefer

I. Ausgangssituation

Der Patient leidet trotz seines jungen Alters an fortgeschrittener Zahnbetterkrankung. Obwohl seine Zähne gesund sind – mit relativ wenigen Füllungen und Restaurationen –, sind sie über die Jahre locker geworden.

Mit Parodontaltherapie und Schienung mit direkt appliziertem Kompositmaterial wurde der Zustand des Patienten für viele Jahre stabilisiert, er ist jedoch mit seinem Lächeln nicht zufrieden, ist wegen des Zustandes seiner Zähne verunsichert und traut sich nicht, gut zu essen.

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II. Ausgeheilter Zustand nach dem Eingriff mit provisorischer Zahnbrücke

Komplette Oberkiefersanierung durch die Entfernung aller Zähne und die Insertion von 4 Implantaten mit angulierten Aufbauten sowie einer provisorischen Zahnbrücke aus PMMA-Kunststoff.
Es zeigt sich ein gesund verheilter Gingivazustand. Wichtig zu wissen: die provisorische Zahnbrücke ist verschraubt, sodass der Zustand der Implantate während der Heilungsphase – wenn nötig – überprüft und eventuelle Korrekturen vorgenommen werden können.

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Der Patient war mit der Form seiner Zähne zufrieden. Daher trägt er 3-4 Monate lang einen Prototyp, bei dem die ursprünglichen Formen beibehalten und deren Mängel korrigiert wurden. Mit dieser Zahnbrücke wird die Bisshöhe erhalten und die endgültige Zahnbrücke ästhetisch getestet.

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III. Digitale Abdrucknahme zur endgültigen Zahnbrücke

Heute wird die traditionelle Abdrucknahme mit Silikon durch die digitale Abdrucknahme ersetzt. Dabei werden sogenannte Scans über die intraoralen Strukturen des Patienten erstellt. Es werden mindestens 5 Scans benötigt:

  • Die Ausgangssituation (in diesem Fall die provisorische Zahnbrücke)
  • Der ausgeheilte Gingivazustand ohne Zahnersatz
  • Die Position der Implantate (in diesem Fall auf Multi-Unit-Niveau) wird mithilfe spezieller „Scanbodys“ markiert. (Hier wurden die Scanbodys miteinander verbunden, damit der Scan eine möglichst präzise Abbildung erstellen kann und kein Signalverlust entsteht.)
  • Der Gegenkiefer (hier der Unterkiefer)
  • Bilaterale Bissregistrierung im stärksten zusammengebissenen Zustand.
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IV. Einprobe der metallverstärkten Zirkon-Zahnbrücke und Gestaltung des künstlichen Zahnfleisches


Anhand der provisorischen Zahnbrücke wird eine verschraubte Zahnbrücke angefertigt, wobei die Form der bereits getragenen und korrigierten Zahnbrücke praktisch kopiert wurde. Obwohl in diesem Fall die Anwendung des künstlichen Zahnfleisches nicht unbedingt begründet wäre, war es der ausdrückliche Wunsch des Patienten wegen des aufgrund seiner Parodontalerkrankung entstandenen Attachmentverlusts. Die Spalten und die in der Alltagssprache als „schwarze Dreiecke” genannten Lücken haben ihn bereits vor dem Eingriff gestört.

Das ist noch nicht die endgültige Farbe. Wir haben noch die Möglichkeit, den Biss sowie die von den Bewegungen ausgelösten Abweichungen zu korrigieren, die Arbeit des Zahntechnikers mit Fotodokumentation zu unterstützen, damit der Zahnersatz noch realistischer gefärbt werden kann.

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V. Übergabe des endgültigen Zahnersatzes

Ein paar Tage nach der Einprobe konnte der Patient den fertiggestellten Zahnersatz übernehmen. Nach dem Verschrauben konnte er endlich wieder zufrieden und mutig lächeln. Im Nachhinein kann man sagen, dass er wegen seines „schüchternen” Lächelns am Anfang das künstliche Zahnfleisch doch brauchte, da durch das breitere Lächeln der neue Zahnersatz mehr sichtbar ist.

Kurz nach der Übergabe gab es noch eine Kontrolluntersuchung, in der der Sitz der Schrauben überprüft wurde und der Patient berichtete über seine Erfahrungen, die er während des Tragens des Zahnersatzes gemacht hat. An diesem Punkt haben wir den Zahnersatz aufgrund seiner Bemerkungen noch minimal angepasst, da er während der kurzen Einproben nicht getestet werden kann. Die Schraubenkanäle wurden endgültig verschlossen, die dem Zahnarzt aber weiterhin zugänglich sind.

Nach Abschluss der Korrekturen hat der Patient die Praxis zufrieden verlassen.

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