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Wurzelbehandlung: Behandlung und Kosten

Das Ziel der mikroskopischen Wurzelkanalbehandlung ist die Erhaltung des Zahns. Das bedeutet zwei Vorteile: keine Zahnverlust + weniger Kosten an der Behandlung.

Was bedeutet Endodontie?

Unter Endodontie (Endodontologie) versteht man den Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes des periapikalen Gewebes (der Bereich um die Wurzelspitze) beschäftigt. Das Ziel der Behandlung ist die Erhaltung des eigenen Zahns.

Anzeichen für die Notwendigkeit einer Wurzelbehandlung sind starke Schmerzen, die in leichteren Fällen beim Konsum von kalten Flüssigkeiten (und auch Süßigkeiten) auftreten können, aber wenn der Reiz (Stimulus) nachlässt, können die Schmerzen wieder abklingen. In anderen Fällen können während des Tages dumpfe, schlecht lokalisierbare Schmerzen auftreten, die nachts (liegend) zu fast unerträgliche Schmerzen führen können. Starke, pochende Schmerzen, Engegefühl um den Zahn, Aufbiss-Zahnschmerzen bzw. Aufbissempfindlichkeit (Druckempfindlichkeit) und in schwereren Fällen geschwollenes Gesicht. Das Ziel der Wurzelbehandlung besteht darin, die Wurzelkanäle gründlich sauber zu machen und die Zahnabfälle und deren mechanischen und bakteriellen Komponenten zu entfernen. Es wird mit mechanischer Reinigung und chemischer Spülung erreicht, um den Wurzelkanal komplett sauber und steril zu machen.

Das Wurzelkanalsystem ist ein großes und komplexes dreidimensionales Netzwerk, was aus dem Hauptkanal durch zahlreichen Seitenkanäle und der Wurzelspitze entsteht. Das Foramen apicale ist die Öffnung an der Wurzelspitze eines Zahns (Apex dentis). Durch die Öffnung zieht  der Nervenstrang in das Zahninnere ein und so der Eintritt in die Zahnpulpa entsteht. Häufig liegt nicht nur ein Foramen vor, sondern existieren weitere Öffnungen, da der Wurzelkanal ein apikales Delta bildet.

Die Wurzelkanalbehandlung ist ein sehr sorgfältiges Verfahren bei dem der Zahnarzt viele verschiedene Instrumente verwenden muss
Die Wurzelkanalbehandlung ist ein sehr sorgfältiges Verfahren bei dem der Zahnarzt viele verschiedene Instrumente verwenden muss

Vor Beginn der klinischen endodontischen Versorgung muss der Arzt die richtige Diagnose stellen und diese dann in den vollständigen Behandlungsplan eintragen. Dann kommt eine der größten Herausforderungen: es ist schwer für die Patienten zu akzeptieren, dass sie die vorhandene Behandlungen brauchen. Schmerz ist auch in der heutigen Zahnmedizin der größte „Patientenmotivator“. Dieser Artikel fokussiert auf die Erstellung einer Diagnose. Wir möchten Ihnen ein umfassendes Bild der endodontischen Diagnosen vermitteln.

Die Diagnose ist das Wichtigste. Zur Erstellung einer Diagnose müssen wir Folgendes beachten:

  • Patientenbeschwerden
  • Zahnärztliche (und allgemeine) Vorgeschichte (Anamnese) und aktuelle Symptome
  • Ergebnisse diagnostischer Tests
  • Richtige Auswertung der Röntgenaufnahmen
  • Mögliche Wiederherstellungsmethode / Einsätze, zukünftige Wiederverwendbarkeit

Wenn die Informationen fehlerlos gesammelt und verarbeitet sind, nur dann können die Zahnärzte eine richtige Diagnose aufstellen. Lassen wir uns jetzt sehen, wie wir die benötigten Informationen auswerten und verwenden können.

Patientenbeschwerden

Patientenbeschwerden sind der Grund für die späteren Diagnosen. Unser Ziel ist, die Natur des Problems herauszufinden. Der Patient / die Patientin wird gefragt, wo die Schmerzen lokalisiert sind. Gelingt unsere Investigation, müssen wir die Vitalität des Zahnes mit einem Kältetest abklären. Der Kältetest prüft einen Zahn anhand eines Kältereizes mit Kohlensäureschnee auf Empfindlichkeit. Durch diese Sensibilitätsprüfung kann der Grad des Zahn-Zerfalls festgestellt werden, da bei extremen Temperaturen kurzfristig starke Zahnschmerzen auftreten können.

Manchmal wissen wir die Antwort auf diese Frage, weil der Patient / die Patientin sich schon über Sensitivität des Zahns beschwert hat. Dies hinweist, dass die Schmerzen wahrscheinlich von der Pulpa stammen. Da der Trigeminusnerv für die Innervation der Zähne zuständig ist, ist es besonders wichtig, den Ort der Ausstrahlung abzuklären. Manchmal passiert, dass die Schmerzen im Oberkiefer in den Unterkiefer ausstrahlen (und vice versa). Wir müssen auch wissen, ob der Zahn beim Beißen / Kauen auch Beschwerden verursacht.

Allgemeine und zahnmedizinische Vorgeschichte: die Anamnese

Sind die Beschwerden des Patienten geklärt, kann die Anamnese uns helfen, die Hintergründe des Problems herauszufinden. Ist die behandelnde Person allergisch? Welche Allergene, welche Medikamente? Was für eine Zahnbehandlung wurde schon durchgeführt? Wurde es schon erwähnt, dass der Zahnersatz - der schon vorhanden ist - in der Nähe von der Zahnpulpa oder Dentin liegt?

Patienten können manchmal mithören, wenn der Zahnarzt während der Reinigung des kariösen Zahns zur Assistentin sagt, dass sich der Boden der Kavität in der Nähe der Zahnpulpa befindet. Mit gezielten und detaillierten Fragen können wir viele Kleinigkeiten abklären, die uns bei Aufstellung der Diagnose viel helfen können.

Reißende Schmerzen oder Bissempfindlichkeit sind die häufigsten Anzeichen für das Problem
Reißende Schmerzen oder Bissempfindlichkeit sind die häufigsten Anzeichen für das Problem

Symptome

Wir haben also die Hauptbeschwerde des Patienten bereits abgeklärt und haben wahrscheinlich eine Röntgenaufnahme vorhanden. Es ist Zeit, einige Tests durchzuführen. Der Bisstest zeigt, ob die Beschwerden reproduziert werden können, wenn die behandelnde Person auf einen Holzspatel (oder Wattebausch) beißt. Wenn dies empfindlich ist, dann ist es möglich, dass die Zahnwurzelmembran oder das parodontale Fasernetzwerk schon beteiligt ist. Mithilfe der Röntgenaufnahme können wir die Wurzelmembran und Wurzel beobachten: wurde die Membran vergrößert, verdickt?

Wenn der Patient / die Patientin während des Bisstests bereits Beschwerden hat, kann dies auch darauf hinweisen, dass die betroffene Zahnwurzel potentiell strukturell geschädigt ist. In dem Fall ist es wichtig, sich die Okklusionsfläche des Zahns anzusehen, welche Art der früheren Restauration durchgeführt wurde. Es ist unerlässlich, den Zahn mit einer Parodontalsonde gründlich zu untersuchen.

Wir führen lingual und bukkal an mindestens 4 - 4 Stellen des betroffenen Zahns eine parodontale Sondierung durch. Lingual heißt “zur Zunge gehörend”, also innere Seite des Zahns und bukkal (buccal) bedeutet die andere Seite, die Seite der Wange (Backe). Nach gründlicher Untersuchung können wir den aktuellen parodontalen Status des Zahns beurteilen. Wenn wir einen isolierten Parodontaldefekt erkennen können, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Wurzelfraktur. Somit können wir die Möglichkeit einer endodontischen Behandlung entweder bestätigen oder ausschließen.

Diagnostische Tests

Der Klopftest wird mit einem stumpfen Instrument oder mit dem Griff der Sonde durchgeführt, um eine Entzündung des Parodontalbereichs zu bestätigen, damit der Arzt wichtige Information erhalten kann. Denselben Zahn muss von gleichen Seiten der Zahnbogen getestet werden (also lingual und bukkal).

Mit Kältetest und Wärmetest können wir die Vitalität des Zahns beurteilen. Wir haben mehrere Möglichkeiten für die Kältetests: Kühlspray, Eiswürfel, Trockeneis usw. Meiner Meinung nach ist die Verwendung von Eispellets der beste Weg, um den Test durchzuführen. In unserer Praxis füllen wir Wasser in den Kapseln von entleerten Carpule Injektionen und frieren diese zur Durchführung des Tests ein. So wird der Test sanfter und werden wir nur wenig Kälte brauchen. Diese Methode ist günstig, effektiv und mehr als ausreichend. Ziel ist, die Erkältungssymptome des Patienten zu reproduzieren. Bei vielen Patienten mit pulmonaler Hyperämie könnten die Symptome schon von außerhalb der Mundhöhle ausgelöst werden.

Der Kältetest mit Eis zeigt uns die Kälteempfindlichkeit optimal. Es kann zu ein elektrisches Schlag - oder Schüttelgefühl führen, was der Patient / die Patientin gut beschreiben kann. Sobald dies angezeigt ist, wird das Eis sofort vom Zahn entfernt. Dies ist auf der bukkalen Seite oberhalb der marginalen Gingiva leicht zu produzieren. Wenn eine Keramikersatz den Zahn bedeckt, soll der Zahnarzt das Eis in der Nähe des Zahnhalses oder auf einer Metallkante platzieren. Manchmal wird es vorkommen, dass wir den Zahn von der anderen Seite (lingual) testen müssen.

Je schwierig es bei Keramik-Zahnersätzen ist, einen Test durchzuführen und eine starke Reaktion hervorrufen, desto einfacher ist es bei Goldersätzen. Dies ist auf die extrem gute Temperaturleitfähigkeit des Goldes zurückzuführen  (Gold ist also auch in diesem Fall seinen Preis wert). Deswegen ist es erforderlich - vor der Untersuchung - den Patient / die Patientin zu informieren, wenn er / sie Goldersatz hat. Wenn es gelungen ist, die Schmerzen des Zahns durch den Kältetest auszulösen, müssen wir beobachten, ob die Schmerzen länger (nach der Entfernung des Eis) verweilen oder nicht. Längerer Schmerz kann ein Zeichen für eine irreversible Pulpitis (Entzündung der Zahnpulpa) sein!

Manchmal strahlt der Schmerz auch in die beim Trigeminusnerv versorgten Bereiche aus - dies kann besonders für den Oberkiefer (die Maxilla) der Fall sein. In solchen Fällen ist zu bedenken, das die Symptome durch eine Sinusitis, allergische Rhinitis oder auch eine Rhinovirus-Infektion verursacht werden können.

Falls der Patient / die Patientin weder auf Kältetest noch auf Wärmetest reagiert, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Zahnpulpa tot ist, stirbt gar schnell oder stark infiziert ist. In diesem Fall kann die Auswertung der Röntgenaufnahme viel helfen, die richtige Diagnose aufzustellen. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass es 90-120 Tage dauern kann, bis wir die krankheitsspezifischen Läsionen auf dem Röntgenbild sehen können. Dies kann heute mit Cone-Beam-Computer-Tomography (CBCT) schon auf 30 Tage reduziert werden und die Kosten sind gering (früher waren die Kosten signifikant höher). Es kommt deshalb vor, dass wir die Läsion auf dem Röntgenbild noch nicht sehen können, aber der Patient / die Patientin schon die charakteristische Symptome hat. Manche Patienten haben Angst vor einer Röntgenaufnahme / CBCT, aber die modernen Röntgenverfahren sind weder gefährlich, noch teuer. Die Preise sind dank der Entwicklung der Technologie sehr günstig per Aufnahme und die natürliche Strahlung der Erde pro Jahr entspricht 100-mal die ionisierende Strahlung einer Großröntgenaufnahme (Panoramaschichtaufnahme).

Bestimmung der Verbreitung des Wurzelkanals

Für die ordnungsgemäße Durchführung der Wurzelkanalbehandlung ist es wichtig, dass der Arzt die genaue Länge des Wurzelkanals kennt. Deswegen verwenden wir das präzise und moderne Apex-Locator (der Apex ist in diesem Fall der Scheitelpunkt der Wurzelscheitel). In unserer Praxis sparen wir uns keine Kosten und akquirieren die besten Instrumenten um jeden Preis, damit wir die besten Möglichkeiten für Sie bieten können.

Auswertung der Röntgenaufnahme

Röntgenaufnahmen können bei endodontischen Behandlungen als Landkarten verwendet werden. Durch die Untersuchung der Röntgenbilder können wir viele Informationen über den jeweiligen Zahn erhalten. Was kann uns eine Röntgenaufnahme verraten? Ist die Wurzelkanalerweiterung sichtbar? In diesem Fall wird es wichtig, einen Bisstest durchzuführen.

Bei Durchführung des Bisstests ist es wichtig zu klären, ob der Schmerz schon vorhanden ist und ob während oder nach dem Bisstest stärker wird. Letzteres bezieht sich höchstwahrscheinlich auf eine Wurzelfraktur. Nach einem positiven Bisstest können wir den Patienten auf die Wurzelkanalbehandlung vorbereiten. Es ist die Verantwortung des Zahnarztes, den gesamten Behandlungsablauf gründlich zu erklären und den Patienten auf die Möglichkeit eines möglichen Zahnverlustes hinzuweisen. Wenn die Fraktur zwischen Wurzelspitze und Schmelz-Zement-Grenze (SCG, auch Zahnhals genannt) liegt, ist es nicht immer möglich, den Zahn zu retten. Wenn die Läsion sichtbar ist, haben wir die nötige Informationen um eine Diagnose aufzustellen und die Tests durchzuführen. Ist der Zahn kälteempfindlich? Wenn nein, ist es normal (weil wir die Fraktur auf dem Bild sehen), aber wenn die Antwort ja ist, muss ein anderer Zahn das Problem verursachen.

Normalerweise reagieren Zähne mit endodontischen Läsionen negativ auf thermische und elektrische Vitalitätstests. Wenn wir in den optimalen Reihenfolge vorgehen (die Beschwerden des Patienten aufklären, Röntgenbilder auswerten) dann können wir die Untersuchung durch gezielte Tests ergänzen und stellen eine Diagnose auf. Klären wir abschließen, ob an diesem bestimmten Zahn Karies vorhanden ist. Die Lage einer kariösen Läsion kann auch ein entscheidender Faktor sein, ob der Zahn eine Wurzelkanalbehandlung benötigt oder nicht. 

Wiederherstellbarkeit

Rekonstruierbarkeit ist seit Jahren eines der wichtigsten Themen der Zahnheilkunde. Heutzutage verliert sie immer weniger an Bedeutung, da die moderne Technologie immer mehr die Zahnmedizin beeinflusst. Mit der Erscheinung der Implantation erhielt die Rekonstruierbarkeit eine neue Bedeutung. Früher waren Zahnärzte viel motivierter, einen Zahn zu retten. In der Endodontie und auch in der konservierenden Zahnheilkunde erfolgreich zu sein, bedurfte es Expertise und Kreativität von der Zahnarzt. Technologie hat den Einfallsreichtum teilweise abgelöst und verspricht “Wundermittel”. Es ist für einen Zahnarzt viel einfacher geworden, den betreffenden Zahn zu entfernen, da er durch Implantation ersetzt werden kann. War ein Zahn früher nicht zu retten, gab es bis dann schon  mehrere Versuche, den Zahn zu retten. Parodontologen versuchten regenerative Chirurgie und Wurzelspitzenresektion, während Endodontisten Wurzelkanalbehandlung und wenn unvermeidlich, chirurgischer Eingriff. Die Langlebigkeit des geretteten Zahns war das Wichtigste, alles andere (Zahnersatz Möglichkeiten) waren sekundär und nur in Absprache mit Spezialisten. Mit Implantation werden die Kosten natürlich höher. 

Heute wollen viele andere Zahnärzte nicht unbedingt mit allen Mitteln kämpfen, um einen Zahn zu retten. Dental Kliniken haben die potenziellen finanziellen Vorteile erkannt (höhere Kosten), was die Implantation bieten kann. Zahnärzte können aus einer Reihe von Kursen wählen, um sie als unerfahrene Implantologen zu starten. Diese Tatsache macht es für die konservierende Zahnheilkunde besonders wichtig, die richtige Diagnose aufzustellen und die Zähne jetzt und auch in der Zukunft zu retten. Dies kann natürlich auch die Kosten der Behandlungen mindern. Ein angemessener Behandlungsplan, der die Rekonstruierbarkeit berücksichtigt, mit kalkulierbarem Kostenplan, sichert den Erfolg für Zahnarzt und Patienten. Kommt die behandelnde Person mit Schmerzen zu uns, müssen wir viele Fragen abklären. Was kann der Zahn-Expert tun, um die Beschwerden zu mildern und dann die Ursachen behandeln? Was verursacht Schmerzen? Seit wann ist der Zahn empfindlich? Sind diese abgeklärt, folgen die nächsten Fragen: Kann der Zahn gerettet werden? Nach einer Wurzelkanalbehandlung welche weiteren Eingriffe werden erforderlich? Gibt es verschiedene Kostenpläne? Ist eine parodontale Intervention notwendig? Wenn ja, welcher Typ / welche Kosten für jede Möglichkeit? Regenerative Operation? Kronenverlängerung statt Implantat? Wie wirken sich diese Eingriffe auf benachbarte Zähne aus?

Der obige Absatz zeigt die Komplexität verschiedener Faktoren, die den Behandlungsplan beeinflussen können. Patienten besuchen Zahnärzte weltweit wegen Zahnschmerzen - und benötigen Hilfe. In einer ethischen und gut vorbereiteten Praxis soll es möglich sein, dass Patient und Arzt gemeinsam über einen praktikablen Behandlungsplan entscheiden, die Zähne möglicherweise retten und alternative Kostenpläne - wenn möglich - zu bieten.  

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist, dass der Zahnarzt die Grenzen seiner Fähigkeiten einschätzen kann, damit er / sie weißt, was möglich ist und wofür andere Spezialisten nötig sind. Als Dozent und Spezialist glaube ich, dass 80% der Fälle die eine Wurzelkanalbehandlung erfordern, können von einem durchschnittlich erfahrenen Zahnarzt behandelt werden. Wenn der Zahnarzt / die Zahnärztin für die restliche 20% Spezialisten braucht, muss er / sie trotzdem viele Wurzelbehandlungen vornehmen. In den letzten 5 Jahren - seit Zahnarztpraxen von der Wirtschaftskrise betroffen waren - bestanden mehr als 50% meiner Behandlungen aus Nachbehandlungen, von denen mehr als 50% von anderen Zahnärzten nicht mehr einfach hätte durchgeführt werden können.

Die mikroskopische Wurzelkanalbehandlung ist eine technische Neuheit der letzten Jahre, die den Behandlungserfolg steigert
Die mikroskopische Wurzelkanalbehandlung ist eine technische Neuheit der letzten Jahre, die den Behandlungserfolg steigert

Maschinelle Wurzelbehandlung / Wurzelkanalbehandlung

Die modernste Methode zur Reinigung des Wurzelkanalsystems ist natürlich die maschinelle Wurzelbehandlung / Wurzelkanalbehandlung. Mit diesem von Spezialisten verwendeten Dental-Werkzeug können wir eine effektive chemische Desinfektion und komplette Spülung garantieren, die den Behandlungserfolg erheblich steigert. Das professionelle Design der Wurzelkanal-Nadeln ermöglicht eine präzise und kontrollierte Aufbereitung des Wurzelkanals für die Wurzelbehandlung, währenddessen sind sie sicher für den Einsatz und verursachen keine Schaden - dank ihren flexibles Material aus Nickel-Titan-Legierung. Mit diesen Werkzeugen können wir auch in einem engen, gekrümmten Wurzelkanal eine regelmäßige Kanalform erschaffen, in die die Wurzelfüllung optimal reinpasst. Weiterer Vorteil ist die Schnelligkeit: die Behandlungszeit der Wurzelbehandlung kann halbiert werden, da wir in den meisten Fällen nur zwei zahnärztliche Werkzeuge für eine Wurzelfüllung verwenden. 

Implantat oder Wurzelbehandlung?

In dem Fall der Patient / die Patientin nach einer Wurzelkanalbehandlung noch Beschwerden hatte, konnte der Zahnarzt oder Endodontologe aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen - von der Nachbehandlung (Wurzelkanalbehandlung) bis zum chirurgischen Eingriff (Zahn - und Zahnwurzelentfernung). Heutzutage kommt es bereits am häufigsten vor, den betreffenden Zahn durch Implantation zu ersetzen.

Dies hat unter den Zahnärzten in vielen Kontroversen resultiert: den betreffenden Zahn mit Wurzelbehandlung zu retten oder ihn zu entfernen um ihn durch Implantation zu ersetzen. Heute entscheiden sie sich zu früh, einen Zahn mit fragwürdiger Prognose zu entfernen, damit sie eine Implantation durchführen können. Meiner Meinung nach sollte der Zahnarzt zuerst alles tun, um den Zahn zu retten, bevor er sich für eine Implantation entscheidet. Es sollte keine einfache Entscheidung sein, geschweige denn Kosten der Behandlung. Ich habe kürzlich zwei meiner Kollegen mit abgebrochenen Zähnen behandelt, die mir gebeten haben, alles zu probieren, um die Zähne zu retten (am Ende musste ich beide trotz allem chirurgisch behandeln). Ironischerweise sind diese Kollegen besonders implantatsfreundlich.

Es gibt wichtige Faktoren die bei solcher Entscheidung berücksichtigt werden sollten. Reicht die Knochenmenge aus, um das Implantat einzusetzen? Ist vielleicht Knochenersatz oder eine andere Vorbereitungsmethode erforderlich? Wenn wir uns für Wurzelbehandlung entscheiden und die Behandlung fehlschlägt, soll sie chirurgisch korrigiert werden? Wenn auch der chirurgische Eingriff fehlschlägt (Wurzelfraktur ist immer eine Möglichkeit), wie viele Schaden können wir in den Knochen verurschachen? Geschädigte Knochensubstanz kann die Möglichkeit einer Implantation beeinflussen. Wie hoch sind die Kosten, können die Patienten die Kosten der Implantation sich leisten? Ist der Patient / die Patientin darauf vorbereitet, für eine Weile keine Zähne zu haben? Diese wichtige Fragen sollten mit den Patienten ehrlich, ethisch besprochen werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Der Zahnarzt sollte die Motivation des Patienten bei der Wahl der Behandlungen berücksichtigen.

Technologische Fortschritte der modernen Endodontie haben bereits zu mechanischen Wurzeldilationssystemen geführt. Die können die Wurzelkanäle während der Wurzelbehandlung viel effizienter aufbereiten und ausspülen. Wir können mit höherer Erfolgsrate als je zuvor arbeiten.

Also diese verschiedenen grundsätzlichen Fragen müssen wir zuerst abklären, unabhängig davon, welchen Zweig der Zahnmedizin wir repräsentieren (Endodontie, Pathologie, Radiologie, Chirurgie, Kieferorthopädie, Parodontologie, Prothetik...). Die erfolgreiche Anwendung der richtigen Perspektive kann uns helfen, eine ethische, stressfreie, langlebige - und auch profitable - Praxis zu entwickeln.

Zusammenfassung

Hat der Zahnarzt vorsorglich alle Faktoren überlegt? Als die behandelnde Person zu ihren Beschwerden und Symptomen befragt wurde, begann schon der diagnostische Prozess. Die nächste Aufgabe ist, die Hauptbeschwerden zu verstehen. Wenn dies erfolgreich war, haben wir wichtige Informationen erhalten um eine Diagnose aufzustellen. Dafür benötigen wir aber noch: Röntgenaufnahmen, Kälte -, Wärme - und Bisstests. Eine Röntgenaufnahme wird helfen um uns zu zeigen, wo wir anfangen müssen. Heutzutage bedeutet eine Röntgenaufnahme keine hohe Kosten. Die Preise moderner Technologie sind deutlich günstiger geworden. Nach Abklärung der Vitalität des Zahns (und Berücksichtigung des parodontalen Zustandes) ist es jetzt möglich, mit der behandelnden Person die präzise Diagnose und die mögliche Behandlungen zu besprechen.

Die Behandlungen werden auf mehrere Anlässe verteilt. Nach dem ersten Termin hat der Patient / die Patientin genügend Zeit, die Vorschläge des Arztes in seine / ihre Überlegungen einbeziehen. Patienten, die keine Schmerzen haben, entscheiden sich oft nicht für eine Wurzelbehandlung, aber kehren in den meisten Fällen in die Praxis zurück, weil sie erkennen, dass die endodontische Behandlung erforderlich ist.

Alle Patienten sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Notwendigkeit einer Zahnentfernung immer möglich ist - auch wenn unser Ziel möglicherweise die Rettung des Zahns ist. Bei Bedarf kann der Zahn durch ein Implantat ersetzt werden, wofür wir die Patienten über Ablauf und Kosten der Behandlung informieren. Auch rechtlich ist es sehr wichtig, den Patienten vor Behandlungsbeginn über alle möglichen Optionen und Kosten zu informieren.

Insgesamt besteht der Zweck der Diagnose darin, die Beschwerden des Patienten mit den Symptomen, die wir erkennen, in Einklang zu bringen. Ist dieser Schritt erledigt, überlegt der Zahnarzt die mögliche Behandlungspläne mit dem ziel, die beste Lösung (Gesundheit, Langlebigkeit, Kosten usw.) anzubieten. Auf diese Weise wird es ermöglicht, mit der effektivsten Lösung zufrieden zu sein - sowohl der Patient als auch der Zahnarzt.

Endodontie ist heute einer der sich am dynamischsten entwickelnden Bereiche der Zahnheilkunde. Die Wurzelkanalbehandlung ist eine besonders schwierige zahnärztliche Behandlung, daher werden seit vielen Jahren die problematische, aber auch noch zu rettende Zähne oft mehr entfernt. Um Zahnentfernungen zu vermeiden, ist es besonders wichtig, dass auch für Spezialisten der Endodontie immer neuere, fortschrittlichere Techniken zur Verfügung stehen. Weiterbildung ist auch ein Schlüssel zum Erfolg.

Vorteile der Wurzelkanalbehandlung

Früher war es wichtig, “Gefühl” für Wurzelbehandlung zu haben und trotzdem war es teilweise eine Frage der Glück, ob die Wurzelbehandlung erfolgreich wird. Heute ist diese Behandlung zu einer bewussten, gründlich erforschten Aktivität geworden. Das Ergebnis einer Wurzelkanalbehandlung wirklich vorhersehbar ist, was ein Schlüsselfaktor der Endodontie ist.

Welche Entwicklungen der Endodontie sind auf internationaler Ebene und in Ungarn?

Der Einsatz von Biokeramik, regenerative Endodontie, mikroskopischer endodontischer Chirurgie und neue Technologie im Bereich der Wurzelkanalbearbeitung sind im Ausland bereits beliebt, in Ungarn jedoch generell wenig bekannt. Dies liegt vor allem an den Kosten, an mangelnder Ausbildung und daran, dass es sich hauptsächlich um mikroskopische Techniken handelt. In Ungarn ist die Verwendung von chirurgischen Mikroskopen noch äußerst gering, deswegen bleibt die Zahl der auf Endodontie spezialisierten Praxen vernachlässigbar. Dies wird sich in der Zukunft radikal ändern, weil es immer mehr erwartet wird, die eigene Zähne zu behalten. Viele, die es finanziell erlauben können, würden sogar den Preis eines Implantats bezahlen, um die bessere Lösung (eigene Zähne) zu sichern. Heute in Ungarn ist der Preis für eine Wurzelbehandlung vielfach günstiger als eine Implantation. Ich bin zuversichtlich, dass diese erhöhte Nachfrage eventuell von der Angebotsseite gedeckt wird.

Wie haben die neue digitale Technologie die Endodontie beeinflusst?

Heute sind kleinvolumige CBCTs zu einem fairen Preis erhältlich, die sich hervorragend für die Wurzelkanalbehandlung eignen. Auch bei Zähnen mit komplexer, unregelmäßiger Anatomie oder Pathologie, sowie bei Nachbehandlungen (Revision der Wurzelbehandlung) sind CBCTs sehr hilfreich. Die Indikation sollte jedoch nach dem ALARA-Prinzip auf die minimale Strahlenbelastung abzielen (ALARA Strahlenschutz Prinzip: As Low As Reasonably Achievable). Hier muss der Zahnarzt immer die medizinische Empfehlung folgen, die die European Endodontic Society vorschreibt.

Welche weiteren Entwicklungen sind zu erwarten im Bereich der Endodontie?

In mehreren Bereichen der Zahnheilkunde stehen weitere Fortschritte bevor, wie die vorhersehbare Revitalisierung abgestorbener Zähne, das Einsetzen CBCT-konstruierter 3D-Dentaldrucker zur Förderung des Knochenwachstums, die Erscheinung effizienter Methoden zur Kanaldesinfektion, die Entwicklung idealer Versiegelungen und Zahnwerkzeugen/maschinen und die Verwendung der Mikro-Endoskope.

Als Ergebnis einer Wurzelkanalbehandlung wird immer von einer Linderung berichtet
Als Ergebnis einer Wurzelkanalbehandlung wird immer von einer Linderung berichtet

Mikroskopische Wurzelbehandlung

Das Mikroskop wird in vielen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt, da der Arzt mit einem Mikroskop noch Distanzen unterscheiden können, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Die Wurzelkanäle sind mit bloßem Auge kaum sichtbar, und die Wurzelbehandlung ist die letzte Möglichkeit, um den Zahn zu retten. Deswegen ist die Verwendung des Mikroskops mit 30-fache Vergrößerung, schattenfreie Beleuchtung unbezahlbar: so können wir Ergebnisse zielgenau und effektiv erreichen. In dem vergrößerten Bild wird es möglich, das Problem komplett und detailliert zu erkennen, sodass bereits während der Diagnose klar wird, welcher Bereich betroffen ist und wie wir die Behandlung optimal durchführen können.

Der Wurzelkanal-Dilatator (Dilator, Verbreiterer) und der im Dilatator eingebaute automatische digitale Wurzelkanallängenmesser, der Einsatz spezieller maschineller Wurzelkanalbehandlungsgeräte und der Diodenlaser bei unseren Wurzelbehandlungen erfordern eine hohe Präzisität, damit gesunde Teile des betroffenen Zahns nicht geschädigt werden. Heute können wir die Problemzonen behandeln und die gesunde Bereiche schützen, damit wir haltbares Ergebnis bekommen zu unserer vollen Zufriedenheit.

Die Kosten der Wurzelbehandlung ergeben sich aus der speziellen Instrumentierung, dem expertlichen Fachwissen und dem Zeitaufwand, denn der Wert eines natürlichen Zahns ist von unschätzbarem Wert für den Patient und die Patientin.

Die Vergrößerung erlaubt uns zu sehen, was mit bloßem Auge unsichtbar und unverständlich wäre. Das Operationsmikroskop hilft uns nicht nur bei Wurzelkanalbehandlungen, sondern in jeden Bereich der Zahnheilkunde. Nach einer speziellen Isolierung (Kofferdam - Schutzmembran im Mund) sieht der Fachmann die untersuchten Zähne bei einer durchschnittlichen Vergrößerung von 10-15x. In komplizierten Fällen können wir bis zum 30-40-fachen Vergrößerung verwenden. Zum Hauptprofil gehören die Wurzelbehandlungen, Wurzelfüllungsrevisionen, Entfernung von gebrochenen Instrumenten und anderen komplexen Zahnrettungsoperationen, die mithifle der 3D-Computertomographie durchgeführt werden. Welche Vorteile hat der Einsatz eines Operationsmikroskops für Zahnarzt und Patienten? Präzisere Behandlung, fundierte Diagnose, effektivere Falllösung.

Vergessen wir nicht, dass eine Wurzelkanalbehandlung keinen automatischen Erfolg bedeutet, sondern nur eine mögliche Therapie, mit der der Zahn potentiell gerettet werden kann.

Vorteile der mikroskopische Wurzelkanalbehandlung gegenüber konventioneller Behandlungen

  • Es hilft, die richtige Diagnose aufzustellen und einen effektiven Behandlungsplan zu erstellen
  • Es ermöglicht, Orte zu kartieren, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind - und auch Orte, die nicht mal mit einer Röntgenaufnahme sichtbar sind
  • Das Mikroskop erhöht die Wahrscheinlichkeit, um eine erfolgreiche Behandlung zu haben, und senkt das Risiko für Wiederinfektion
  • Das Risiko von Zahnfraktur oder Rissen im Zahn wird geringer
  • Die Reinigung und Füllung der Wurzelkanals ist präziser

Die mikroskopische Wurzelkanalbehandlung gehört zu den modernsten zahnärztlichen Behandlungen. Das Dentalmikroskop bietet eine bis zu 40-fache Vergrößerung, was nicht nur für die Endodontie, sondern auch für ästhetische Zahnheilkunde, Oralchirurgie und Prothetik neue Perspektiven eröffnet. Die nicht unbedingt niedrigen Kosten moderner Zahnheilkunde können trotzdem die zukünftige, erhöhte Kosten signifikant reduzieren, weil die Zähne noch zeitig und viel effektiver gerettet werden können, als es früher möglich war.

Richtige Mundhygiene ist doch für den langfristigen Erfolg besonders wichtig. Durch regelmäßiges - und richtiges, genügendes - Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürste wird der Zahn nach einer Wurzelkanalbehandlung seine Nutzbarkeit nicht verlieren. Regelmäßige Mundhygiene kann also helfen, in der Zukunft höhere Kosten für Zahnbehandlungen zu vermeiden.

Vorteile der mikroskopischen Wurzelkanalbehandlung

  • Hohe Erfolgsrate: die traditionelle Wurzelkanalbehandlungen der Kauzähne waren nur 40-60% erfolgreich (was für Wurzelbehandlungen mit bloßem Auge aber nicht vernachlässigbar sind). Bei mikroskopischen Wurzelkanalbehandlungen (bei Endodontie-Spezialisten) liegt es über 90% (wenigere Nachbehandlungen werden benötigt, dafür bleiben die Kosten generell minimal)
  • Implantation und Zahnentfernung können vermeidet werden, Nachbarzähne müssen nicht für Zahnersatz (z.B. Brücke) abgeschliffen werden (niedriger Kosten der Behandlung)
  • Dauerhafte Ergebnisse: langlebige, problemlose, funktionierende Zahnerhalt (Kosten sparen statt immer neuen Zahnersätzen zu haben)
  • Fehler bei einer präventiven Wurzelkanalbehandlung können in meisten Fällen korrigiert werden, bisher verborgene Wurzelkanäle können erkundet werden, ein abgebrochenes Instrument kann entfernt oder umgangen werden, Perforationen und falsche Kanäle können mikroskopisch kartiert und repariert werden
  • Minimalinvasiv: die Wurzelkanalbehandlung benötigt nur eine kleine Exkavation, sodass weniger gesundes Zahnmaterial entfernt werden muss
  • Nur geringes Risiko für Kronenschäden durch Wurzelkanalbehandlung mit Mikroskop durch die Zahnkrone
  • Genauere Diagnose und effektiver Behandlungsplan: oft wird ein Riss im Zahn viel früher gesehen, damit der richtige Diagnose - und Behandlungsplan zeitig erstellt werden kann (späteren Kosten können vermeidet werden)
  • Mehrere Zähne können gerettet werden: auch Zähne mit schlimmeren anatomischen Merkmalen (z.B. stark gekrümmte Wurzel) oder im Mund kompliziert zugängliche Zähne können durch Wurzelkanalbehandlung abgehandelt werden - so dass der Zahnarzt oft Zähne retten kann, die mit konventioneller Wurzelkanalbehandlung schwer und problematisch oder gar nicht zu retten waren
  • Bereits resezierte (Wurzelspitzenresektion - die Entfernung der Zahnwurzelspitze) und auch wachsende Zähne können behandelt werden

Ablauf der mikroskopischen Wurzelkanalbehandlung

Endodontische Zustandsbewertung und Behandlungsplanung

Nach der Anamnese, Untersuchung und Röntgenaufnahme (und ggf. CBCT) stellen wir die Diagnose auf, dann helfen wir der behandelnden Person die beste Möglichkeit (Langlebigkeit, Kosten, Alternativen) zu finden.

Behandlungsalternativen:

  • Zahnerhaltung ohne Wurzelkanalbehandlung
  • Zahnerhaltung mit Wurzelkanalbehandlung
  • Zahnentfernung und Implantation
  • Zahnentfernung und Brückenersatz (durch Abschleifen benachbarter Zähne)
  • Zahnentfernung und Ersatz durch einen herausnehmbaren Zahnersatz
  • Zahnentfernung (ohne Zahnersatz)

Wir helfen Ihnen, die Vor - und Nachteile der oben genannten Behandlungsalternativen (laut Zeitaufwand, Kosten, Haltbarkeit, Komfort, mit/ohne erforderliche Hilfe eines Spezialisten) die zu erwartende Prognose abzuwägen.

Erste Behandlung - Wurzelkanalbehandlung

Die mikroskopische Wurzelkanalbehandlung benötigt normalerweise 2 (oder selten nur 1) Behandlungen. Diese Zahnarztbesuche sind schmerzfrei und erfolgen unter örtlicher Betäubung (mit moderner, extrem dünner Nadel und nach Gelanästhesie).

Bei der ersten Wurzelkanalbehandlung wird der Zahn mit Kofferdam isoliert, wodurch mögliche Infektion des Wurzelkanalsystems und unnötigen Zugang des Desinfektionsmittels in den Mund vermeidet werden können. Der Zahnarzt öffnet einen Eintritt in der Kaufläche oder an der Seite des Gaumens, dann folgt die Verwendung des Dentalmikroskops. Das Wurzelkanalsystem wird freigelegt, gereinigt und desinfiziert. Mithilfe des Wurzelspitzen-Lokalisierers wird die Länge der Kanäle pünktlich gemessen. Zwischen den Behandlungen wird Medikament in den Zahn eingesetzt und mit verschleißfestem Provisorium (temporär verwendeter Zahnersatz) verschlossen. 

Zweite Behandlung - Wurzelkanalbehandlung

Ist der Zahn asymptomatisch und beschwerdefrei, wird nach erneuter gründlicher Desinfektion das Wurzelkanalsystem mit Wurzelfüllmaterial gefüllt. Die Zahnkrone wird so restauriert, dass keine bakterielle Superinfektion der Zahnwurzel - und kein Reißen oder Brechen des Zahns - möglich wird. Als Superinfektion bezeichnet man in der Bakteriologie und Virologie eine Form der Infektion einer Zelle, bei der es zu einer Zweitinfektion mit einem unterschiedlichem Stamm (oder Koinfektion) gekommen ist. Infektion würde natürlich zu Problemen führen (Beschwerden, Schmerzen, Entzündungen, Kosten neuer Behandlungen usw.) aber dank moderner Methoden, Instrumenten und unserer Experten der Endodontie, diese Möglichkeit bleibt fast unmöglich. Unser Ziel ist, die Zähne mit Wurzelkanalbehandlung zu retten, und so lange wie möglich entzündungsfrei und mit reibungsloser Funktion zu behalten.

Am Ender der Behandlung machen wir eine Röntgenaufnahme für die Dokumentation.

Was bedeutet Kofferdam - absolute Isolierung - im Mund?

Während der Behandlung möchten wir den Arbeitsbereich von der Mundhöhle abschließen, das heißt, der behandelte Zahn wird mithilfe der Isolierung (Kofferisolierung) umgeben, damit der Zahnarzt ruhig, sauber, ungestört und risikofrei arbeiten kann. So können keine Zahnteile, Instrumententeile oder Speichel die präzise Arbeit an den Zahn behindern. Aus Patientensicht ist die Isolierung nicht nur praktisch, sondern schützt vor unangenehmen chemischen Desinfektionsmitteln, die bei der Wurzelkanalbehandlung verwendet werden. Es erlaubt dem Zahnarzt, nur mit dem gewünschten Bereich in Kontakt zu kommen. 

Entfernung von abgebrochenen Zahnnadeln mithilfe des Dentalmikroskops

Die Entfernung einer Zahnnadel ist keine einfache Aufgabe. Bei Wurzelkanalbehandlungen verwendet der Zahnarzt extrem dünne Instrumenten. Leider können diese - bis zu einige Zehntel Millimeter dünne - Instrumente manchmal brechen. Wenn sie abbrechen, können kleine Teile drinnen, in der Wurzelkanal bleiben, die Kanal blockieren. Aus diesem Grund wird dieser Abschnitt des Wurzelkanals unzugänglich: dieser Teil kann weder chemisch noch mechanisch gereinigt, desinfiziert oder entfernt werden. Daher wird die Entzündung um die Wurzelspitze ermöglicht und eine Wurzelkanalbehandlung nicht immer möglich.

Natürlich wird der Zahnarzt versuchen, die Nadel zu entfernen, aber dies kann die Situation oft verschlimmern. Es wird viel Zeit vergehen mit dem Aufbau unnötig großer Hohlräume, denn es besteht das Risiko für Perforation oder Zahnfraktur, und das weitere Schicksal des Zahns kann besiegelt werden.

Es besteht jedoch kein Grund zur Panik, denn es gibt noch eine Lösung. Je nach Fall kann die Wurzelkanalfüllung auch mit oder ohne Entfernung (Retention) des abgebrochenen Instruments erfolgen - und der betroffene Zahn mit ausgezeichneter Prognose gerettet werden.

Mit der hohen Vergrößerung des Dentalmikroskops können wir in dem Zahn bis Ende der Wurzelkanäle sehen um die potentiellen Problemen zu beobachten. So ist das gebrochene Stück einfacher zu finden brauchen wir keine größere Hohlräume zu vorbereiten, um es zu entfernen. Weniger gesundes Zahnmaterial muss geopfert werden, um die Nadel herauszuziehen oder für einen Bypass neben der Nadel zu vorbereiten.

Im Laufe der Jahre wurden eine Reihe von modernen Techniken entwickelt, um die abgebrochenen Teile entfernen zu können, aber die Erscheinung des Dentalmikroskops hat komplett neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet. So wurde es ermöglicht, sogar Teile der abgebrochenen Nadel aus der Sichtlinie zu entfernen - was die Erfolgsrate der Eingriffe deutlich verbessert hat. In den letzten Jahren erschienen auch neue Instrumente, die nur für diesen Zweck entwickelt wurden.

Die verschiedenen Methoden zur Entfernung abgebrochener Geräte sind bereits fortgeschritten und die Studien ihrer Verwendbarkeit haben ermutigende Ergebnisse gezeigt.

Mögliche Nachteile der mikroskopischen Wurzelkanalbehandlung

Die mikroskopische Vergrößerung der Zahnwurzelkanäle -  die viele Vorteile hat - hat keine Nachteile. Das Mikroskop hilft, den Erfolg der Wurzelkanalbehandlung zu maximieren. Die Verwendung des Mikroskops gehört zur Zahnheilkunde, zur Endodontie und ist in einer professionellen Praxis sogar Mindestanforderung. Deswegen bleiben auch die Kosten der Behandlung günstig.

Warum brauche ich eine Wurzelkanalbehandlung?

In den meisten Fällen, weil die Karies so tief ist, dass sie schon den Zahnschmelz  durchdrungen und bereits das darunterliegende Zahnbein (Dentin) erreicht hat, und damit sogar die Zahnpulpa und die Kieferknochen gefährdet werden können.

Wurzelbehandlung kosten

Wurzelkanalbehandlung Kosten in Ungarn
Wurzelkanalbehandlungab CHF 225
Mikroskopische Wurzelkanalbehandlung (pro Kanal)CHF 250
Wurzelkanalbehandlung Kosten in der Schweiz
Wurzelkanalbehandlungab CHF 350

Häufig gestellte Fragen


Ist eine Wurzelbehandlung sehr schmerzhaft?

Zur Beruhigung: in der überwältigenden Mehrheit der Fälle ist eine Wurzelkanalbehandlung schmerzfrei. Es kann jedoch vorkommen, dass der Zahn frisch entzündet ist, oder der Zahnnerv noch empfindlich ist.

Wie lange hat man nach einer Wurzelbehandlung Schmerzen?

Fast jeder Patient hat in den ersten 1-2 Tagen nach der Wurzelbehandlung Beschwerden (z.B. Druckschmerzen). Ab dem dritten Tag sagen aber die meisten, dass die Schmerzen nachgelassen haben. In einigen Fällen halten die Schmerzen jedoch etwas länger an, manchmal bis zu einer Woche.

Wann ist eine Wurzelbehandlung gescheitert? Symptome?

Die Beschwerden sollten jedoch spätestens nach einer Woche nachlassen. Wenn die Schmerzen nicht abgeklungen sind, sollten Sie Ihren Zahnarzt erneut aufsuchen. Entweder wurde der Zahn nicht vollständig gereinigt, oder durch undichte Füllung sind erneut Bakterien in den Zahn gelangt. In dem Fall ist eine Nachbehandlung (Wurzelkanalbehandlung Revision) erforderlich. Die Zahnproblemen werden immer mit Röntgenaufnahme / CBCT bestätigt, also diese Möglichkeit wird wirklich selten vorkommen.

Wie lange kann es dauern bis sich ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung beruhigt?

1-2 Tage. Manchmal kann es länger dauern.

Wann ist eine Wurzelbehandlung nicht mehr möglich und der Zahn nicht mehr zu retten?

Wenn die Karies zu spät erkannt wird, und hat sie sich schon tief in den Zahn gefressen. Es ist möglich, dass die Karies schon die Zahnwurzeln oder den Kieferknochen angegriffen hat. Wurzelkanalbehandlung ist auch nicht mehr möglich, wenn nicht genug gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist, um die Füllung zu ermöglichen. In dem Fall ist die Zahnentfernung (Extraktion) die letzte Möglichkeit.

Was passiert wenn eine Wurzelbehandlung nicht mehr hilft?

Je nach Fall haben wir verschiedene Möglichkeiten mit verschiedenen Kosten, wenn es zu einer Zahnentfernung kommen würde. Zahnersatz mit Brücke und Implantation sind die am häufigsten verwendeten Alternativen.

Wie lange braucht man für eine Wurzelbehandlung?

Es ist unterschiedlich, aber generell 45-60 Minuten. Zur Behandlung gekrümmter Wurzelkanäle (z.B. bei Molaren) braucht der Zahnarzt mehr Zeit. Die zweite Sitzungen oder weitere Nachbehandlungen benötigen typischerweise weniger Zeit.

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