Mehr oder weniger ausgedehnte Zahnlücken rufen zur Anwendung kreativer zahnmedizinischer Lösungen auf. Die sogenannten Zahnbrücken sind dafür beliebte Alternativen. Es geht hier um spezielle Zahnersätze für Zahnlücken, die entweder auf den abgeschliffenen natürlichen Nachbarzähnen durch Überkronung oder auf künstlichen Zahnimplantaten befestigt werden. Ob die Zahnbrücke auf Implantaten oder auf den natürlichen Nachbarzähnen befestigt wird, hängt von der Menge und Qualität der Zahnsubstanz ab. Bei unzureichender Zahnsubstanz kommen die im Kieferknochen befestigten Implantate als Ersatz-Pfeilerzähne ins Spiel.
Zahnbrücken können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Der vorliegende Artikel setzt sich das Ziel, die Eigenschaften der Vollkeramikbrücken vorzustellen. Neben Vollkeramikbrücken werden Zahnbrücken aber auch aus keramikverblendetem Metall und Zirkonium hergestellt.
Keramik wird je nach Sprachgebrauch unterschiedlich definiert. Sie steht in der Fachsprache für eine breite Palette anorganischer, nichtmetallischer Werkstoffe. In der Alltagssprache werden geformte und gebrannte Produkte, die zu bestimmten Zwecken hergestellt worden sind, mit diesem Begriff bezeichnet. Vollkeramik wird gerne als Zahnersatzmaterial benutzt und wird als Oberbegriff für eine Vielzahl von Werkstoffen definiert. In der Zahnmedizin wird Vollkeramik meistens aus Magnesium-, Silizium- oder Aluminiumoxid hergestellt. Keramik hat eine Reihe positiver Eigenschaften, die dieses Material für die Herstellung unterschiedlicher Zahnersätze und Kronen besonders attraktiv machen. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Anwendung von Vollkeramik für die Herstellung von Zahnbrücken.
Zahnbrücken aus Vollkeramik erfüllen nicht nur hohe ästhetische Ansprüche, sie werden oft auch wegen ihrer Stabilität für die Herstellung von Zahnbrücken gewählt. Im Falle der Vollkeramik handelt es sich nämlich um ein sehr hartes und belastbares Material, was die Herstellung von unterschiedlichen Zahnersätzen, u. a. Zahnbrücken, begünstigt. Nicht zuletzt wird Vollkeramik vom Körper gut vertragen, wodurch spätere Unannehmlichkeiten – die im Falle metallhaltiger Zahnersatzvarianten üblich sind – vermieden werden können.
Die Behandlungsdauer hängt einerseits von der Anzahl der zu ersetzenden Zähne, andererseits vom Standort ab, wo Sie die Behandlung in Anspruch nehmen möchten. Falls die Brücke auf die eigenen Zähne der Patienten gesetzt wird, muss man in unserer Praxis in Budapest mit 5 bis 10 Werktagen rechnen. In der Schweiz ist der Prozess jedoch länger und beträgt im Durchschnitt 2 bis 3 Monate. Im Falle einer implantatgetragenen Zahnbrücke werden zuerst die Implantate eingesetzt. Nach der Implantation erfolgt die Heilungsphase von 4 bis 9 Monaten (abhängig davon, ob ein Knochenaufbau notwendig ist) und danach kann der angefertigte Zahnersatz in 5 bis 10 Werktagen (Budapest) bzw. in 2 bis 3 Monaten (Schweiz) eingesetzt werden.
Kein Wunder, dass Vollkeramikbrücken für viele PatientInnen eine attraktive Lösung für Zahnlosigkeit sind. Es wurde bereits darauf verwiesen, dass das Material Keramik zahlreiche positive Eigenschaften hat. Daraus ergibt sich, dass Keramik für die Herstellung von Zahnersätzen, darunter Zahnbrücken, geeignet ist. Eine Vollkeramikbrücke ist von dem eigenen, natürlichen Gebiss des Patienten kaum zu unterscheiden. Die Tatsache, dass Vollkeramik hohe ästhetische Ansprüche erfüllt, ermöglicht den Einsatz der Vollkeramikbrücken auch im Front- und Seitenzahnbereich. Außerdem haben Vollkeramikbrücken als eine Art festsitzender Zahnersätze einen hohen Tragekomfort im Vergleich zu herausnehmbaren Zahnersätzen. Nicht zuletzt sind sie auch für Allergiker geeignet, da sie – im Gegensatz zu keramikverblendetem Metall – ohne Metall hergestellt werden. Es gibt jedoch einige Nachteile, die man bei der Wahl unbedingt berücksichtigen muss.
Aus finanzieller Sicht handelt es sich wegen des aufwändigen Herstellungsprozesses und der hohen Materialkosten um eine relativ kostenintensive Lösung, die sich selbstverständlich nicht alle leisten können. Der andere Nachteil steht mit den Eigenschaften des Materials in Zusammenhang. Trotz der Tatsache, dass es sehr hart ist, kann es abchippen, was zusätzliche Behandlungen rechtfertigt und Zusatzkosten generiert.
Vollkeramikbrücken lassen sich ähnlich wie die natürlichen Zähne reinigen. Obwohl sie nicht von Karies angegriffen werden können, besteht es ein erhöhtes Risiko für Zahnerkrankungen wie Zahnfleischentzündung bei unzureichender Mundhygiene. Daher müssen Zahnbrücken regelmäßig mit Zahn- und Interdentalbürste sowie Zahnseide gereinigt werden. Den Übergängen von Zahn zu Brücke sollte dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn diese Bereiche sind für die Ansiedlung von Bakterien besonders ideal. Angesammelte Bakterien sind die Hauptursache für die oben erwähnte Zahnfleischentzündung und den unangenehmen Mundgeruch. Während der täglichen Zahnputzroutine sollte man das Gebiet unter den Brückengliedern auch nicht vergessen. Lassen Sie sich die Zähne zusätzlich vom Zahnarzt ein- bis zweimal im Jahr professionell reinigen.
Zahnbrücken aus Vollkeramik haben einen der höchsten Preise unter den Zahnersätzen. Es geht hier um eine metallfreie Variante, deren Preis durch zwei Faktoren bestimmt wird. Einerseits spielt der Standort, wo Sie die Behandlungen in Anspruch nehmen möchten, eine wesentliche Rolle. Vollkeramikbrücken sind an unserer Zahnklinik in Budapest ab CHF 1500, während an den zwei schweizerischen Standorten ab CHF 2800 verfügbar sind. Andererseits sind die Preise aufgrund der Ausdehnung der Zahnlücke unterschiedlich. An unseren Zahnkliniken sind 3- bis 12-teilige Vollkeramikbrücken verfügbar, deren genaue Preise individuell bestimmt werden.
| Vollkeramikbrücke | Preise in Ungarn (CHF) | Preise in der Schweiz (CHF) |
|---|---|---|
| Zahnbrücke (3-12-teilig) aus Vollkeramik | ab CHF 1500 | ab CHF 2800 |
Eine Vollkeramikbrücke ist eine anspruchsvolle Lösung für Zahnlücken unterschiedlicher Größen. Im vorliegenden Artikel wurden praktische Informationen zum Thema geliefert sowie die Vor- und Nachteile aufgelistet. Ob diese zahnmedizinische Lösung für einen (teilweise) zahnlosen Kiefer eingesetzt wird, hängt von der zahnärztlichen Anamnese und den Ergebnissen der zahnärztlichen Untersuchung ab.
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Vollkeramikbrücke beträgt 15 Jahre.
Nach der Behandlung ist es normal, wenn man ein paar Tage lang Fremdkörpergefühl verspürt.
Es ist besser, die Zahnseide vor dem Zähneputzen zu benutzen.
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